Infos zu aktuellen kirchlichen Festen

Das aktuelle Fest im Dezember:

Advent und Weihnachten

Foto (Urheber/Quelle): Karl-Michael Soemer; pixelio.de

Text (Quelle): evangelisch.de

 

Kurz und knapp:

Advent heißt: Er kommt! Die Adventszeit ist eine alte Fastenzeit und umfasst den Zeitraum der vier (Advents-)Sonntage vor dem Weihnachtsfest. Mit dem ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. Das Wort Weihnachten kommt aus dem Mittelhochdeutschen " zu den wihen nahten" (12. Jahrhundert) und beschreibt das Geburtsfest Jesu als geweihte, heilige Nächte, in denen nach christlichem Glauben Gott als Mensch auf die Welt kommt.  Die Weihnachtstage beginnen mit dem Heiligen Abend und reichen über den ersten und zweiten Weihnachtstag (25. und 26.12.)

Die Weihnachtszeit endet am 2.Februar zu Maria Lichtmess.

 

Muss man im Advent nicht fasten? 

In unserer Zeit gilt die Adventszeit als Zeit der Vorfreude auf das Kommen Jesu Christi. Wir schmücken unsere Häuser und Gärten mit Licht und Sternen, besuchen gerne die Advents- und Weihnachtsmärkte und springen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten. 

Doch einst war die Zeit des Advent eine kirchliche Fastenzeit, also eine Zeit des bewussten Verzichts, einer Zeit vor allem der inneren und äußeren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest.

Vor-freude heißt ja: etwas noch nicht gleich haben, etwas noch erwarten können. Jetzt ist noch nicht die Zeit, Geschenke zu öffnen oder Tag für Tag das reichhaltige Weihnachtsessen vorweg zu nehmen. Advent als Zeit der Erwartung heißt eben auch: Weihnachten erwarten können.

 

Woher kommt der Adventskranz?

Erfunden wurde er erst im 19. Jahrhundert in Hamburg, in einem Waisenhaus (Raues Haus) von einem Pastor namens Wichern. Weil er den Kindern die Zeit des Wartens bis zum Weihnachtsfest etwas gestalten wollte, hing er ein großes Wagenrad unter die Decke des Zimmers, mit 24 Kerzen. Jeden Tag wurde eine mehr angezündet. Wenn alle Kerzen brannten, war Weihnachten. Daraus wurde unser Adventskranz mit den vier Kerzen.

 

Woher kommt der Adventskalender?

Der stammt auch aus dem 19. Jahrhundert und geht auf einen Herrn namens Gerhard Lang in zurück. Weil er selbst seine Mutter verrückt gemacht hatte mit seinem ständigen und ungeduldigen Fragen, wie lang es denn noch sei bis zum Weihnachtsfest, bekam er von ihr 24 genähte Säckchen mit je einem Keks darin. Aus dieser Idee gestaltete er später als Verleger  zwei Papierbögen, die er hintereinander legte. Auf dem vorderen Bogen waren 24 Türchen zum Öffnen, und dahinter verbargen sich auf dem zweiten Bogen kleine Bilder. Der Adventskalender verbreitete sich seither in ganz Deutschland. 

 

Warum feiern wir Weihnachten am 25. Dezember?

Die Bibel  und die historische Forschung geben uns kein genaues Geburtsdatum von Jesus bekannt.

Das Fest von Christi Geburt löste ein römisches Fest für den Sonnengott "Sol invictus" ab und wurde deshalb im Jahr 354 auf den 25.12. terminiert.

 

Warum haben wir Weihnachtsbäume im Haus?

Im Mittelalter gab es die Tradition der "Paradiesspiele" (Theaterspektakel), die die Schöpfungsgeschichte nachspielten. Dazu gab es auch immer einen Baum, an den rote Äpel angebracht wurden. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich die Tradition des Weihnachtsbaumes von Deutschland aus in ganz Europa, mittlerweile fast weltweit.

 

Seit wann bringt das Christkind die Geschenke?

Seit der Zeit Martin Luthers und der Reformation. Das Christkind sollte ein Gegengewicht gegen die damals übliche Heiligenverehrung darstellen. Früher gab es am 6. Dezember zum Tag des Heiligen Nikolaus die Geschenke. Mit der Reformation sollte nun das Christkind (nicht das Christuskind ist gemeint!), ein engelhaftes Kind, das dem Christuskind Geschenke an die Krippe brachte, den Blick mehr auf das Weihnachtsgeschehen lenken. In nördlicheren Ländern Europas wurde zeitgleich und zum selben Zweck der Weihnachtsmann eingeführt. Der wiederum bekam seine äußere Gestalt vom Coca-Cola-Konzern. 

 

(wird fortgesetzt)

 

 

 

 

 

 

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